Bodenschneid vom Spitzingsee im Winter

Aufstieg: 695 hm
Strecke: 9 km
Schwierigkeit: T2

Über die Silvester Tage war unsere Gruppe wieder zusammen am Spitzingsee unterwegs. Von der Lyrahütte, direkt am Skihang des Kurvenlifts gelegen, machten wir uns auf zum Bodenschneid. Ein paar von uns mit Tourenski und einige mit Schneeschuhen. Von der Piste, nahe der Hütte, konnten wir direkt durch den Wald zur benachbarten Abfahrt (von der unteren Firstalm „Nordhanglift“) gelangen.

Wir folgten einer Spur im Wald bergauf. Das war uns lieber als entlang der Skipiste aufzusteigen. So gings dann erstmal einige Höhenmeter links vom Schlepper hinauf. Irgendwann erreichten wir die oberste Ebene des Firstgrabens und sahen die Firstalm unter uns. Der Bodenschneid erhob sich hier direkt vor uns wie eine lange Wald-Rampe. Wir querten einen Skihang und gelangten wieder in den Wald.

Hier, direkt hinter Wanderschildern, entdeckten wir einen großartigen Aussichtspunkt. Zu sehen: Guffert, Karwendel, Brandenberger Alpen und die Ski-Abfahrt in Richtung Tegernsee. Die Zipfelbobs wurden jetzt deponiert und die Skier ein Stück weit getragen, denn jetzt geht es über einen schmalen Wanderweg durch den Forst bergauf. Viele Wurzeln, wenig Schnee und Felsen, mit Schneeschuhen gings aber noch gut. Eine Gruppe Snowboarder fuhren hier einen echt abenteuerlichen Hang ab, da schauten wir kurz zu.

Weiter oben lag wieder mehr Schnee, sodass auch die Skier wieder gingen. Nach gesamt 2h erreichten wir eine Lichtung mit freiem Rundumblick und den Vorgipfel des Bodenschneids. Die Brecherspitze gegenüber in voller Pracht und darunter die fast verlassene Schneelandschaft abseits der Pisten und Touristen inmitten der die Bodenschneidhütte lag. Doch auf den Rodelwegen der Firstalmen abartig viele Menschen, wie eine riesige Ameisenstraße.

Vom Vorgipfel ist es auch nicht mehr weit. Nur noch ein kurzes Waldstück am Grat entlang und schon ist man oberhalb der Baumgrenze. Das große, eiserne Kreuz lag bereits vor uns und reflektierte die Sonnenstrahlen. Die Aussicht heute war ein Traum! Man konnte die Ammergauer sehen, Zugspitze, Großvenediger, München, Karwendel, so ziemlich alles rundum! Die großen Nachbarn waren Brecherspitze im Osten und der Wallberg im Westen. Auch der Tegernsee lag vor uns.

Abstieg ging für die Schneeschuhgeher wie Aufstieg. Die Skifahrer fahren allerdings direkt einen (immer noch echt steilen) Hang ab. Zeitmäßig ging es aber aufs Gleiche Raus, wir trafen uns zumindest zeitgleich hinten beim Nordhanglift. Die Wanderer steigen nämlich über die Aufstiegsroute ab, während die Skifahrer schneller unten sind, jedoch dann hinter der unteren Firstalm rauskommen und wieder aufsteigen dürfen (sollte man zum Stümpfling wollen)

Wir sind dann noch über den Osthang Zubringer in Richtung Stümpfling aufgestiegen: eine schmale Piste. Oben am Osthang angekommen noch ein kleines Stück bergab und wir haben die Jägerhüttn zwischen Stümpfling und Roßkopf erreicht. Wir sind da noch kurz eingekehrt bevor es dann für uns alle über die Rote Piste (Osthangabfahrt – Kurvenlift) rasant noch unten ging. Nach Betriebsschluss der Skilifte konnten wir auch mit den Zipflbobs abfahren, das ging auf der Piste erstaunlich gut (wenn man weiß, wie man bremsen muss ;). Direkt an der Abfahrt liegt auch die Lyrahütte, wo wir unser Quartier hatten. Ein schöner Abend mit Honigwein und Nudeln rundete den Abend ab.

 

Aufstieg: 695 hm
Strecke: 9 km
Höchster Punkt: 1663 m
Ausgangshöhe: 1141 m
Gehzeit: 2h 40min
Gesamtzeit: 5h 8min
Schwierigkeit: T2
Höhe: 1.000 m+
Detailbewertungen
Landschaft 4/5
Markierung 4/5
Frequentierung 3/5
Kondition 3/5
Gefahrenpotential 2/5

Ziele dieser Tour


Bilder

Kommentare

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