Nach vielen Wochen sollte uns das Wetter nun endlich einen Tag verschonen. So zogen wir los um ein neues Niveau des Bergsteigens kennen zu lernen. Die Anspruchsvolle Tour um Säuling starteten wir um 8 Uhr beim Aufstieg zum Schloss Neuschwanstein. Tourgefüllte Wege waren knapp hinter dem Schluss nur noch einsame Wege. Die Marienbrücke war gesperrt. Schon nach wenigen Minuten Aufstieg hatten wir, zwischen den Bäumen, einen tollen Blick auf das Schloss und auf Hohenschwangau. Das Wetter hielt sich gut.
Nach gut 1,5 Stunden erreichten wir die einsame Waldhütte vor dem großen Felskamm des Säuling Massives. Von hier startete die eigentliche Tour. Nach link sollten wir aufsteigen und später von rechts zurückkommen. Naja es ging jetzt endlos in kleinen Serpentinen den Berg hinauf. Nach einiger Zeit erreichten wir eine kleine Leiter. Von dort aus kamen wir nur noch sehr langsam vorran, da dieser Alpine Weg (vom Niveau ein A-Steig) endlos zu sein schien und hart an den Kräften zehrte. Es nieselte und man konnte sehen das eine große, sehr dunkle Wolke über den benachbarten Tegelberg hing. Wir hatten also ein wenig Panik, das uns das Gewitter erreichen würde.
Nach gut 3 Stunden erreichten wir dann die Gamswiese. Ein fantastischer Hochthron des Gebirges! Jetzt schleppten wir uns mit allerletzter Kraft den Kiesigen, felsigen und steilen Weg hoch zum Gipfel. Am Gipfel hatte man einen fantastischen Ausblick auf die Ammergauer Alpen, auf den Zirmgrat, die Schlösser und den Forggensee! Wir raschten dann noch schnell zum Nachbargipfel hinüber was wirklich auf sehr schmalen Aplinen Wegen führte und dannach gings über die Gamswiese abwärts zum Säulingshaus. Der Abstieg war sehr steil und führte über einen gesicherten B-Steig. Die Sonne kam raus, das Feeling war fantastisch. Alle waren fleißig am Klettern.

Nach einer Mahlzeit am Säulingshaus ging es jetzt um das Felsmassiv herum. Über viele Steinlawinen hinweg, durch den Wald, entlang einer Felswand, wieder ein Stück bergauf, ging es dann schließlich den Wald hinunter zur Waldhütte. Wir hatten etwas Stress, da uns eine Regenwand im Nacken saß. Der Abstieg zurück nach Schwangau ließ uns ächzen und ging nochmal richtig in die Knie und Füße.
Man kann sagen, das war eine wirklich harte und sehr sehr alpine Tour! Man braucht sehr viel Kraft und Ausdauer und hält sich meistens auf felsigem, alpinem Gelände auf. An vielen Stellen musste man stark aufpassen, fast die ganze Tour über war Trittsicherheit das Gebot. Mit 1.300hm und 9 Stunden fast so hart wie der Elmmauer Halt.
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