Schneeschuhtour auf den Jägerkamp & Winterparty auf der Maxlrainer

Aufstieg: 1240 hm
Strecke: 15 km
Schwierigkeit: T2

Es wurde wieder mal eingeladen zur Weihnachtsfeier auf der Maxlraineralm! Passend zum tollen Wintertag und der Gelegenheit, habe ich mir eine ausgedehnte Schneeschuhtour überlegt, die gleich über mehrere Gipfel in der Spitzingsee Region hinwegführen würde. So starte ich in der Früh am kostenpflichten Parkplatz der Kirche. Etwas entlang des Seeufers genieße ich noch einen schönen Blick auf den komplett zugefrorenen Spitzingsee.

Entlang der Promenade gelange ich zur Taubensteinbahn von wo ich meinen Aufstieg in die Berge nun starte. Mit jeder Menge anderer Tourengeher steige ich unterhalb der Seilbahn bei noch starker Kälte die ersten Skipisten hinauf, auf denen mir bereits einige Skifahrer entgegenkommen. Nach den Waldschneisen geht’s dann auf deutlich offenerem Gelände am Waldrand weiter sanft die Hügel hinauf. Teilweise ist der Schnee aber echt problematisch, da er schon so weich und pulvrig ist, dass ich ständig mit Schneeschuhen einbreche.

Nach viel kämpfen im Tiefschnee und vielen Höhenmetern erreiche ich dann eine Anhöhe von der ich bereits die vielen Hütten der Schönfeldalm vor mir sehe. Hier wähle ich einen Weg nördlich im kleinen Waldstück zu gehen, und gehe daher zunächst nach links weiter um dann über einen Schneehang in den Wald zu gelangen. Oberhalb des Waldstücks stehe ich dann bereits vor der Schnittlauchmoosalm an deren Bankerl ich erstmal eine ausgiebige Teepause einlege.

Hier angekommen bin ich bereits 590hm aufgestiegen und kann jetzt beginnen mit der Gipfeljagd! Der Schnee ist hier oben deutlich härter und fester, sodass ich weniger Probleme habe. Von der Alm folge ich jetzt ziemlich steil nach Norden die viel gespurten Pfade den Hang hinauf. Einmal geht’s auch durch eine Senke zwischen Tanzeck und Jägerkamp hindurch und dann einen weiteren Hang empor, an dem ich dann schließlich den Gipfel des Jägerkamps vor mir sehe.

Die letzten Meter hinauf führen an völlig vereisten Beerensträuchern entlang, die ich bestaune. Am Gipfel erwartet mich ein toller Blick hinunter bis zum Schliersee und hinüber zu den Mangfallbergen wie auch dem Wendelstein. Aber auch zurück von wo ich gekommen bin zur Rotwand und meinem Aufstiegsweg. Nach etwas Sonnenbaden mache ich mich dann wieder auf den Weg und folge aber jetzt dem Bergkamm nach Osten weiter in Richtung Benzingspitz. Nach nur wenigen Metern durch einige Büsche hindurch stehe ich dann bereits am zweiten Gipfelkreuz.

Von hier gibt’s auch einen krassen Blick auf den markanten Aiplspitz, in dessen Richtung ich mich jetzt mache. Es geht etwas den Hang nach Süden hinab und ich quere hinüber zur Senke. Hier folge ich ein paar Spuren weiter hinüber auf die andere Seite, wobei das wieder einen ordentlichen Gegenanstieg bedeutet. Wieder oben angekommen, folge ich dann einem doch sehr schmalen Weg durch die Latschenkiefern hindurch bis es nicht mehr weitergeht – das Tanzeck.

Ein imposanter Blick herüber zur Aiplspitz ist das, aber der extrem alpine und schmale Grat dort hin wäre eine völlig andere Challenge und ist eher was für Steigeisen und Weglosem Gelände – eher was für Sommer. Daher kehre ich wieder um gehe nun oberhalb der Schnittlauchmoosalm nach Süden weiter, bis ich erneut vor einem höheren Berghang stehe. Also geht’s nun für mich nochmal 100hm hinauf zum Raukopf, dem nächsten Gipfelziel heute.

Echt ein schöner Ort! Eigentlich war es mein Plan von hier weiter nach Süden über den Steig in Richtung Taubenstein weiterzuwandern, aber ehrlichgesagt kann ich überhaupt keinen Weg ausfindig machen, eine Spur gibt’s auch nicht und ich muss erstmal über einen Zaun klettern. Ich irre gute 20 Minuten im Wald herum aber glaube dann etwas tiefer absteigen zu müssen um den Weg zu finden. So kommt es, dass ich entlang des dichten Waldrands die Skipiste absteige und immer wieder versuche den Weg zu entdecken.

Als ich schließlich unten bei der Schönfeldalm ankomme, ist mir längst klar, dass ich den Weg einfach nicht finden kann. Damit ist der Taubenstein für mich heute erledigt und ich begreife, dass ich leider nochmal ordentlichen Gegenanstieg bekomme. Über die breite Forststraße folge ich dem Schwarzenkopfweg zusammen mit Familien und Wanderern weiter bis zur Schwarzenkopfhütte, die wirklich märchenhaft am Wald gelegen liegt.

Von dort geht’s etwas dem steilen Schneehang oder auch über die Forststraße weiter bergab zur unteren Maxlraineralm. Genau hier beginne ich nun mit dem letzten Aufstieg für heute. Ich biege links ab und folge dem Forstweg durch den Wald über ein paar Serpentinen hinauf. Hinter dem Wald noch einmal am Schlepperlift steil den Schneehang hinauf bis zur oberen Maxlraineralm – meinem Tagesziel, wo mich bereits einige Freunde draußen empfangen.

Der Rest des Abends gleicht einer Party mit toller Gesellschaft, viel Essen und einer Menge Spaß! Ich quartiere mich ein und habe eine gute Zeit, bevor es am nächsten Tag wieder mit der Gruppe über den Normalweg hinunter zum Spitzingsee geht. Trotz allem eine wundervolle, ausgedehnte Wintertour!

Aufstieg: 1240 hm
Strecke: 15 km
Höchster Punkt: 1750 m
Ausgangshöhe: 820 m
Gehzeit: 5h 45min
Schwierigkeit: T2
Höhe: 1.000 m+

Ziele dieser Tour

Alle Ziele dieser Tour (8)
Detailbewertungen
Landschaft 4/5
Markierung 4/5
Bewirtung 5/5
Abenteuer 2/5
Frequentierung 4/5
Kondition 3/5
Gefahrenpotential 2/5

Bilder

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