2h - 8km – 179hm
Nach einer fast schlaflosen, kalten Nacht war das Zelt immer noch pitschnass. Aber etwas Sonne schimmerte hindurch. Nach dem Frühstück gings wieder los. Sollte heute eine kurze Etappe sein. Wir folgten weiterhin den Schildern in Richtung Steigerwald Zentrum. Immer mehr Info-Tafeln tauchen auf, die etwas über den Wald erzählen. Dann folgte der Fledermauspfad: ein sehr schöner Wanderweg!

Nach einer Weile verließen wir schließlich den Wald, in dem wir nun über 20 Stunden waren und erblickten das große Holzhaus: Das Waldzentrum. Hier kann man noch mehr über den Wald erfahren und ein paar Souvenirs kaufen. Tipp: Kauft hier keinen Kaffee, auch wenn es sich anbietet, denn nur 10 Minuten von hier kommt ein richtig, richtig schönes Café! Vor uns lagen jetzt große Weinhügel und dahinter der nächste Waldabschnitt.

So erreichten wir das Örtchen Handthal. Ein paar Hirschjunge auf einem eingezäunten Hof begrüßten uns. Die Ortschaft war richtig schön! Rustikale mit Raunen überwucherte Häuschen in einem winzigen Ort. Die Katze grüßte am Treppensims zum verträumten Café und gegenüber bot ein Wirtshaus die neuste Federweißer Variation an. Nach Norden hin verließen wir das Dorf wieder und wanderten zwischen den Feldern auf den Wald zu. Jetzt hieß es erstmal Bergauf.

Es geht gute 150hm über einen Waldwanderweg (der rechts vom breiten Forstweg in den Wald abzweigt) hinauf. Immer dichter wird der Wald, bis er schließlich wieder etwas lichter wird, als wir schließlich den höchsten Punkt erreicht hatten. Ganz oben im Wald entdeckten wir dann eine große (offene) Hütte. Sie wirkte wie ein kleiner Festsaal mit hölzernen Tischen und Ausguck. Wäre ein perfekter Übernachtungsplatz für einen regnerischen Tag! Eine Litaratur-Wandergruppe kam nun plötzlich vorbei und der kultivierte Führer zitierte Passagen aus einem fränkischen Buch.

Nach der Show gings für uns wieder weiter nach Norden. Der Weg hinunter aus dem Forst und hinaus zu den Feldern. Ganz weit und offen ist es nun, nur ein paar Weinberge hinter Michelau zu sehen. Wir wanderten den asphaltierten Weg hinunter in die Ortschaft und steuerten dabei direkt auf mein geparktes Auto zu. Der nächste Trekkingplatz wäre noch etwas weiter, über Prüssberg in Richtung Neuhausen. Für uns endete hier die Tour.

Zum Abschluss fuhren wir noch nach Neuhausen zum Hexenwirt: ein völlig verträumtes und stark dekoriertes Gasthaus mit kuschligem Ambiente. Wir aßen hier gut! 2 Mädls kamen auf einem Pferd angeritten. Südlich von Neuhausen liegt auch der Zeltplatz Katzentännig.
Wer die ganze Runde machen will: Wie gesagt kann man gut in 4 Tagen durchmarschieren. Die nächste Etappe würde nach Norden über Oberschwappach nach Hainach führen und von dort über die Berge wieder nach Zell am Ebersberg.
Fazit
So besonders viel wird man hier nicht erleben. Es ist ein wirklich schöner Wald mit dem Highlight „Baumwipfelpfad“. An Wasser zu kommen ist stets ein Abenteuer und ich glaube, wenn es nicht so kalt und nass ist, kann man auf den Plätzen eine tolle, entspannende Zeit haben. Man wandert überwiegend auf breiten Forststraßen im Wald aber ab und an gibt es Abwechslung und etwas Querfeldein. Die Ortschaften sind winzig aber schön. Kindergerechte und einfache Mehrtageswanderung. GPS und Kartenmaterial ist zu empfehlen.