Die Tour im Überblick
Die Verwallgruppe liegt an der Grenze zwischen Vorarlberg und Tirol, zwischen Klostertal, Stanzertal, Paznaun und Montafon. Wir gehen eine achttägige Hüttentour, die Verwallrunde, und durchqueren dabei dieses einsame, schroffe Gebirge. Fast jeden Tag ist ein Gipfel drin, am Ende auch der Hohe Riffler als höchster Berg der Gruppe. Mit dabei sind Heike sowie Frank und Annette, die wir ab der ersten Hütte treffen. Laut Ansage im Video erwarten uns über 90 km und knapp 7000 Höhenmeter.
Die Runde startet und endet am Wanderparkplatz Malfontal in Pettneu am Arlberg. Wir fahren mit dem Bus hinauf nach St. Christoph. Wer sechs Hüttenstempel von sechs verschiedenen Hütten sammelt, bekommt von der Alpenvereinssektion ein kostenloses Finisher-T-Shirt zugeschickt. Dafür braucht man ein DIN-A4-Blatt zum Abstempeln.
Tag 1: St. Christoph – Kaltenberghütte
Vom Bus aus geht es etwa zwei Stunden zur Kaltenberghütte. Der Weg führt zuerst steil hinauf, dann durch Moorlandschaft mit kleinen Seen und über ein weites Plateau. Wir sehen den großen Betonklotz, der den Arlbergtunnel belüftet, Kühe und Pferde und einen traumhaften Blick aufs Klostertal. Auf der Hütte holen wir uns den ersten Stempel und springen im Bergsee hinter der Hütte ins Wasser. Die Duschmarke sparen wir uns.
Tag 2: Kaltenberghütte – Krachelspitze – Gstansjöchli – Konstanzer Hütte
Bestes Wetter. Zuerst steigen wir über grüne Wiesen und in Kehren zur Krachelscharte, nach etwa zwei Stunden. Der zehnminütige Abstecher zur Krachelspitze (im Transkript teilweise „Kuchenspitze“) ist der höchste Punkt des Tages. Wir sehen den Kaltenberg mit seinen Seen. Wir steigen steil und schottrig zum Kaltenbergsee ab und springen auch dort hinein. Dann geht es durch das untere Maroital und steil hinauf zum Gstansjöchli, mit Blick auf die Berge der nächsten Tage. Danach folgen über 1000 Hm Abstieg zur Konstanzer Hütte, mit Patteriol und Krachelspitze immer im Blick.
Tag 3: Konstanzer Hütte – Wannjöchl – Neue Heilbronner Hütte
Nach nächtlichen Gewittern gibt es noch Regenschauer. Wir wählen die anspruchsvollere Variante über das Wannjöchl (alpiner Steig, etwa 6 Stunden, gut 1000 Hm). Die einfachere führt über den Forstweg und dauert 3 bis 3,5 Stunden. Vom Kugelten Stein folgen wir dem Bruckmannweg steil hinauf, an den Steilwänden des Patteriols vorbei, über Blockwerk und Schneefelder zum Marentplatz. Dort zweigt der weglose Einstieg zur Patteriol-Südflanke ab. Das Wannjöchl ist der höchste Punkt des Tages. Danach geht es am Wannensee vorbei, rund 500 bis 600 Hm bergab ins Ochsental. Die Rosanna-Querung wird wegen des Regens zum ungewollten Fußbad. Über die Scheidseen kommen wir zur Neuen Heilbronner Hütte. Sie liegt auf der Landesgrenze Tirol/Vorarlberg und an der Wasserscheide von Donau und Rhein, mit eigenem Waschbecken im Zimmer, tollem Essen und kostenloser Dusche.
Tag 4: Heilbronner Hütte – Muttenjoch – Geißspitze – Friedrichshafener Hütte
Die kürzeste Etappe. Wir starten bei Nebel, der sich dann auflöst. Wir queren den Hang des Schroppenkopfs und folgen dem Friedrichshafener Weg über das Ochsental zum Muttenjoch. Mit dem Rucksack am Joch steigen wir in 20 Minuten auf die Geißspitze, mit kleinen Kletterstellen (Schwierigkeit I) und Kette. Oben sehen wir die Silvretta und beide Hütten. Danach steigen wir zur Friedrichshafener Hütte ab und gehen in den Badesee neben der Hütte.
Tag 5: Friedrichshafener Hütte – Schafbichljoch – Fasultal – Kuchenjöchl – Darmstädter Hütte
Die längste Etappe. Wir gehen früh los, weil am Nachmittag Gewitter angekündigt sind. Wir nehmen den einfacheren Weg über das Schafbichljoch und nicht den Ludwig-Walter-Weg über Gletscher, die wegen Spalten- und Steinschlag nicht sicher sind (Name im Transkript „Ludwig-Bürg-Weg“, unsicher). Vom Joch, nach etwa einer Stunde, steigen wir ins Fasultal ab, vorbei am Schottensee und Fasulferner, mit Blick auf den Patteriol. Wir passieren den Kugelten Stein und kommen fast bis zur Konstanzer Hütte. Von dort folgt der lange, sonnige Aufstieg von knapp 1000 Hm zum Kuchenjöchl. Das Joch ist der höchste Punkt des Tages. Nach einer seilgesicherten Passage (Kletterstellen Schwierigkeit I) und einem Schneefeld erreichen wir die Darmstädter Hütte vor dem Regen. Dort gibt es ihre Spezialität, Knödel in vielen Varianten.
Tag 6: Darmstädter Hütte – Sessladjoch – Niederelbehütte
Die schwierigere Variante über das Schneidjöchl ist wegen Steinschlag gesperrt. Wir nehmen die einfachere über das Sessladjoch. Wir steigen zum Kessel-Speichersee ab, überqueren einen wilden Bach auf einer abenteuerlichen Brücke und sehen ein Murmeltier. Dann geht es durch viele kleine Bäche, an einer Kuhherde und Steinböcken vorbei in steilen Serpentinen zum Sessladjoch, dem höchsten Punkt der Etappe. Der Abstieg ins Sesslatal ist zuerst schottrig, dann wiesig, vorbei am Badesee zur Niederelbehütte. Wir kommen früh an, vor dem Regen, und verbringen den Nachmittag mit Gesellschaftsspielen.
Tag 7: Niederelbehütte – Kapplerkopf – Schmalzgrubenscharte – Edmund-Graf-Hütte
Morgens bewölkt. Wir machen noch einen Abstecher auf den Kapplerkopf, wo es dann zu regnen beginnt, und gehen zurück zur Hütte. Dort warten wir eine halbe Stunde auf eine Regenpause. Dann folgen wir dem Kieler Weg über die Hänge der Karlestürme ins Stertacher, durch das Kappler Skigebiet und über die Diasalpe zur Schmalzgrubenscharte. Nach einem steilen Serpentinenaufstieg erreichen wir das Joch, den höchsten Punkt des Tages. Am Schmalzgrubensee sehen wir den Hohen Riffler, der sich in den Wolken versteckt. Über einen versicherten Steig am Wasserfall vorbei kommen wir zur Edmund-Graf-Hütte (mit Sauna).
Tag 8: Edmund-Graf-Hütte – Hoher Riffler – Pettneu
Über den Karl-Handl-Steig geht es hinauf in die Scharte zwischen Kleinem und Hohem Riffler, über rutschigen Schotter und eine kurze Kletterstelle mit Stahlseil (Schwierigkeit I). Im dichten Nebel ist die Orientierung schwierig, selbst das Gipfelkreuz ist am Vorgipfel kaum zu erkennen. Oben auf dem Hohen Riffler, dem höchsten Berg der Verwallgruppe, gibt es keine Aussicht. Wir kommen wieder, wenn es besseres Wetter gibt. Der Abstieg durch die Scharte ist steil und schottrig. Von der Hütte geht es nach Pettneu, etwa eine Stunde unterhalb der Hütte auf den Forstweg, an der Malfonalm mit Schweinen vorbei, zum Wanderparkplatz. Etwa eine Dreiviertelstunde bergab, und die Runde ist geschlossen.
Unser Fazit
Eine ereignisreiche Tour über mehrere Pässe und einige Gipfel in einem relativ unbekannten Teil der Alpen. Alle Hütten sind zu empfehlen, die meisten haben einen Badesee in der Nähe, also Badehose einpacken.
*Tourenbericht mit KI aus den Videoinhalten zusammengefasst
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