Die Tour im Überblick
Die Via Claudia Augusta ist ein rund 700 km langer Fernradweg. Er folgt großteils der gleichnamigen Römerstraße, die Kaiser Augustus nach der Eroberung der Alpenregion im Jahr 15 v. Chr. bauen ließ. Sie führte von der Donau über die Alpen an die Adria und in die Po-Ebene. Der Radweg geht von Donauwörth nach Ostiglia am Po, alternativ nach Cavallino bei Venedig. Mitte der 1990er Jahre wurde sie in einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit wiederentdeckt, vor allem für kulturell Interessierte. Wir fahren in 8 Tagen die Strecke von Donauwörth bis Meran, mit Mountainbikes und Gepäck. Dort hören wir auf. Über eine Fortsetzung nach Süden oder den Alpe-Adria-Radweg denken wir nach.
Tag 1: Donauwörth – Augsburg
Anreise mit der Bahn, Start am Hauptbahnhof in Donauwörth. Wir überqueren die Wörnitz und die Donau und fahren nach Süden. In Mertingen halten wir am neuen Römerplatz, der an das einstige Kastell erinnert. Weiter geht es flach durch Dörfer wie Druisheim, Nordendorf und Westendorf. Hinter Ostendorf folgen wir dem Lech, mit dem Lechkanal rechts, der Teil der historischen Wasserwirtschaft Augsburgs ist. Abendessen im Wirtshaus am Lech, dann Fahrt in der Dämmerung durch die Altstadt mit Stadtmauer, Torbogen, Mozarthaus und Perlachturm zum Hotel.
Tag 2: Augsburg – Landsberg am Lech – Oberostendorf
Vom Roten Tor fahren wir durch Wohngebiete zum Stadtpark und zum Wasserwerk Hochablass (Tag der offenen Tür). Dann geht es durch den Wald zum Ilsesee mit vielen Badegästen. Wir passieren Königsbrunn und Kleinaitingen mit je einem Meilenstein. Hinter Kleinaitingen verlassen wir die Via Claudia und folgen dem Lech. Der Weg an der Ulrichskaserne vorbei wird unwegsam, ein Stück müssen wir schieben. Danach fahren wir an den Staustufen entlang. Der Lech hat 32 davon und gilt als der meistverbaute Fluss Bayerns. Bei Kaufering überqueren wir den Lech und erreichen Landsberg. Dort sehen wir die Kirche Maria Himmelfahrt, den Marienbrunnen am Hauptplatz und die Lechwehr, ein bekanntes Fotomotiv. Nach einem weiteren Meilenstein biegen wir nach Westen zur Unterkunft in Oberostendorf ab.
Tag 3: Oberostendorf – Füssen
Wir fahren zuerst nach Westen bis Markt Lechbruck? Nein: bis Markt Leeder, dann auf der Via Claudia nach Süden. Der Weg führt durch den Wald, an einer Infotafel und einem nachgebauten Stück der Römerstraße vorbei, durch Kinsau und über die Hochebene mit Blick auf die Alpen. In Hohenfurch machen wir Pause, wo man gegen Spende Getränke bekommt. Im Via-Claudia-Platz in Altenstadt stehen Infotafeln, Römerstatuen und eine Radservicestation. Wir fahren kurz nach Schongau, dann weiter zum Meilenstein Burggen mit Aussicht auf die Lechschleife, einen der wenigen unverbauten Teile des Lechs. Es folgen Lechbruck mit dem Lechsee und die letzten 20 km. Bei Sonnenuntergang kommen wir durch Roßhaupten mit dem Augusta-Kunstpark und am Forggensee entlang. Bei Dunkelheit erreichen wir Füssen.
Tag 4: Füssen – Ehrenberger Klause – Heiterwanger See – Lermoos Richtung Lähn
Nach einem Stadtrundgang durch Füssen fahren wir über die Lechbrücke zum Lechfall, einem Stauwehr mit Schlucht, und über die Grenze nach Österreich. In Unterpinswang folgt der Kniepass, der erste längere Anstieg, mit steiler Abfahrt nach Plansee-Flach. Wir fahren zum Vogelbeobachtungsturm in den Lechauen und durch die Fußgängerzone in Reutte. Hinter Reutte schieben wir die Räder ein Stück über einen steilen Forstweg, dann geht es zur Ehrenberger Klause. Dort stehen die Highline 179, mit 403 m die längste Hängebrücke Österreichs, und das Fort Claudia, benannt nach der Tiroler Erzherzogin Claudia und nicht nach den Römern. Wir wandern hinauf, fahren dann über einen Forstweg und einen weiteren Anstieg nach Heiterwang, mit Einkehr in einer Stube. Am Heiterwanger See machen wir Pause, dann geht es über Bichlbach nach Lähn, wo wir übernachten.
Tag 5: Lähn – Fernpass – Imst
Zuerst eine längere Abfahrt nach Lermoos mit Blick aufs Zugspitzmassiv. Dann geht es flach durch das Ehrwalder Becken, vorbei am Golfplatz, nach Biberwier. Dort besuchen wir die Rochuskapelle und das Wasserrad. Ab hier beginnt der Anstieg zum Fernpass, über den Weißensee, Serpentinen, die Blindseegrube und weitere Kehren. Die Fernpasshöhe ist der höchste Punkt des Tages, mit Aussicht aufs Zugspitzmassiv und die Lechtaler Alpen. Danach folgt die Abfahrt Richtung Nassereith, teils steil und schottrig. Ohne Profil ist sie nicht zu empfehlen, dann besser den Shuttle nutzen. Am Fernsteinsee schieben wir ein Stück. Wir fahren auf der originalen Via Claudia durch den Wald, machen am Kneippbecken Frauenbrunnen Pause und passieren das Knappenmuseum. In Imst kehren wir im Hotel zum Hirschen ein und fahren zur Unterkunft.
Tag 6: Imst – Landeck – Pfunds
Wir fahren steil ins Inntal und am Inn entlang (Radwege 68 und 69). In Zams, das wir von der E5-Tour kennen, geht es weiter nach Landeck und zum Schloss Landeck, dann ins Obere Inntal, mal steiler, mal flacher. Über Urgen, Fließ, das Kraftwerk, die Ponfauser Brücke und Prutz mit der Sauerbrunnquelle erreichen wir Ried. Dort essen wir in der Rieder Stube zu Mittag, nach einem Abstecher um den Badesee. In Tösens besuchen wir die Römerbrücke, die älteste Steinbrücke Tirols. Weiter über Schönegg und Stein kommen wir nach Pfunds, Ortsteil Stuben.
Tag 7: Pfunds – Altfinstermünz – Nauders – Reschensee
Wir fahren über den Inn in Pfunds-Stuben und weiter flussaufwärts nach Altfinstermünz. Die Via Claudia ging dort direkt durch das Gebäude der alten Zollstation, an der man kaum dem Zoll entkam. Dann geht es steil hinauf zur Engadiner Straße, in leichtem Anstieg über den Finstermünzpass, durch einen Tunnel und an die Schweizer Grenze bei Martina. Es folgt der lange, anstrengende Anstieg zur Norbertshöhe in elf Kehren, mit 7 bis 9 % Steigung, während Rennradfahrer weniger Mühe haben. In Nauders gibt es Einkaufsmöglichkeiten, auch sonntags. Wir sehen das Schloss Naudersberg und fahren auf den Reschenpass. Dort überqueren wir die italienische Grenze und erreichen den Reschensee, wo wir übernachten.
Tag 8: Reschensee – Vinschgau – Meran
Über 80 km und rund 1000 Hm Abstieg. Wir passieren das Wahrzeichen der Via Claudia, den Kirchturm im Reschensee, einen stummen Zeitzeugen der Aufstauung. Dann folgt die Straßenbaustelle, wo wir einen breiten Schotter-Radweg nutzen. Über die Staumauer und St. Valentin steigen wir kurz an, oberhalb des Haidersees durch den Wald und bis Plawenn/Alsack, wo die lange Abfahrt in den Vinschgau beginnt. Wir durchfahren Burgeis, Mals, Schluderns und Laas, das für seinen Marmor bekannt ist. Danach folgen Schlanders (größter Ort im Vinschgau), Goldrain mit dem Quellensee, Latsch, Kastelbell mit Schloss und Staben. Ab Spondinig verlaufen Etschradweg und Via Claudia gleich. Wir fahren durch endlose Apfelplantagen (900.000 t im Jahr), über Naturns, wo oberhalb der Meraner Höhenweg liegt, und Töll mit dem Wasserkraftwerk. Die Steilkurven führen schließlich nach Meran. Wir stehen an der Passerpromenade, ohne Fortsetzung für diese Reise.
*Tourenbericht mit KI aus den Videoinhalten zusammengefasst
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