Johnsbach Klettersteige

Johnsbach Klettersteige

Kaj 03. July 2022 Johnsbach

Johnsbachklettersteige im Alpinpark Johnsbach - Gesäuse

Aufstieg: 100 hm
Strecke: 1 km
Klettersteig: D/E

Ich bin an einem Sonntag einfach mal in die Ennstaler Alpen ins Gesäuse gefahren für ein paar Klettersteige. Die Klettersteige im Alpinpark Johnsbach wurden von der Sportagentur “absolute outdoors” errichtet. Aufgrund des kurzen Zustiegs eignen sich die Klettersteige auch bei unsicherem Wetter. Vom Parkplatz an der Genusshütte in Johnsbach folge ich der Bundesstraße wieder etwas zurück zum Tunnel, entlang eines Feldweges. Dann noch ein kurzes Waldstück und ich erreiche den Fluss und die Brücke vor dem Tunnel.

Hier gegenüber von der Straße befindet sich der Klettersteigpark. Es gibt 3 Varianten, die ich an diesem Vormittag alle 3 durchprobiert habe.

1. Rote Route: Basic (B/C oder C/D):

Direkt am Flussufer kann man an der Einstiegstafel die Basis-Route über ein C/D Aufschwung beginnen. Wem das zu viel ist, der kann links über wanderweg die C/D Stellen umgehen und direkt über Kat. A Einsteigen. Die C/D Stellen sind schon erstmal knackig und fordern sofort dein Können. Oberhalb wird es aber schnell einfacher und bleibt meist B, gelegentlich B/C. Der Klettersteig folgt dabei den Rampen auf der linken Felswand exponiert über viele Trittbügel hinauf. Weiter oben nach dem Pfeiler und der Kante (wo die anderen Varianten enden), gehts am Grat entlang sehr einfach zu einer Bank hinauf. Das letzte Stück ist ein tänzeln über einen schmalen Grat sehr einfach zum Ausstieg, wo es nochmal etwas bis C abzuklettern ist - die letzte Hürde. Abstieg geht über den "Bibelweg".

 

2. Grüne Route: Luis (D/E):

Wieder über den C/D Einstieg am Fluss gehts bis zur ersten Anhöhe hinauf, dann verlässt man über eine kleine Brücke den Steig nach rechts und kommt zum Eistieg in die anderen Routen. Direkt ein stark überhängender Block (D/E) kostet gleich viel Armkraft und ist theoretisch schon die Schlüsselstelle. Wirklich spannend fand ich dann eigentlich die wirklich lange Wandpassage darüber: Keine Pausen, keine einfachen Unterbrechungen, einfach straight D für den Rest der Route! Am schwersten fand ich es über den Pfeiler herüber, ich musste hier schon öfters mich in meine Rastschlinge hängen. Teilweise hatte ich sogar zweifel ob mir die Armkraft ausgehen würde. Ich muss gestehen: Diese Route war sehr kräftezehrend aber auch irgendwie genau was ich gesucht hatte!

Oben an der Kante bin ich dann einfach über die Basic Route abgeklettert für Runde 3.

 

3. Violette Route: X-Tream (E):

Erneut gehts zum Abzweig der Basic Route an der A-Stelle nach rechts über die kleine Brücke. Dann wieder über den stark überhängenden Block (D/E) kräftig hinauf. Dann bliege ich erneut nach rechts ab und erreiche nur wenige Meter neben der Luis Route die schwerste und spektakulärste Route! Der Einsteig zeigt sofort was er kann: Direkt sehr stark überhängend gehts einige Klammern hinauf. Bei jedem zweiten Griff hänge ich kurz die Rastschlinge ein für Armpausen - Respekt, wer das in einem Zug macht! Dann kommt das Highlight des Parks: Die überhängende Seilleiter (B/C). Aber die ist eigentlich halb so wild, weil man sie innen emporklettert. Man steigt zu ihr herauf, um sie herum und im Inneren dann schon bequem rauf. Dann folgt zum Abschluss noch eine schwierige Wand (D/E) und zum schluss der gemäßigte (C) Ausstieg zur Kante an der Basic-Route.

Tourendaten

Aufstieg 100 hm
Strecke 1 km
Gesamtzeit 1h 16min
Höhe <1.000 m
Klettersteig D/E
Detailbewertungen
Landschaft 4/5
Bewirtung 4/5
Abenteuer 3/5
Frequentierung 2/5
Kondition 1/5

Bilder

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