Abenteuer Höhlentour durch die Lurgrotte

Die Lurgrotte Semriach gilt als größte Tropfsteinhöhle Österreichs und zählt zu den beeindruckendsten Natursehenswurdigkeiten der Steiermark. Jahrtausende alte Tropfsteinformationen und lange unterirdische Schluchten zwischen Semriach und Peggau ziehen sich durch den Berg. Hier haben Mica und ich die große Abenteuertour von einem Guide geführt gebucht und sind tief in den Untergrund vorgedrungen.

Angekommen beim EInlasshäusschen ziehen wir uns rote Overalls und Helme mit Lampen an. Wie im Überfall bei "Haus des Geldes" starten wir nach einen Wilkommensschnaps durch den Schnee auf den rießigen Höhleneingang zu. Die bereits große überhängende Decke wirkt wie ein rießiges Tor, wobei der tatsächliche Eingang hinter einer kleinen Metalltüre im Fels befindet. Der erste längere Abschnitt ist noch für alle Tagestickets und Touristen zugänglich und perfekt ausgeleuchtet.

Schon hier ist die Höhle eindrucksvoll und intressant. Egal ob im Sommer oder Winter - es gibt immer eine kühle aber nicht zu kalte Temperatur unter Tage - mit Jacke oder Pulli immer ok! Erste Fledermäuse an den Decken sind zu beim schlaf zu beobachten. Ein tiefer Schacht mitten durch hoch aufragende enge Felswände führt uns tief in den Berg hinein. Nach ein paar Tunneln kommt die erste kleine Halle wo man bereits die Tropfsteine sehen kann. Bei manchen Stalaktiten und Stalakmiten glitzert das Salz im Kalkstein. 

In der zweiten Halle (deutlich größer) gibts zwei Tropfsteine die sich nur um paar Milimeter noch nicht berühren. Und anschließend folgt "der große Dom", mit 120 x 80 x 40 metern gehört er zu den 10 größten Höhlendomen der Welt. Bei der Tagestour wird hier eine imposante Lichtershow mit Musik vorgeführt, die schon verzaubert. Über einige Treppen aus Metall durchwandern wir diese rießige Halle voller gewaltiger Tropfsteine zur anderen Seite, wo es dann schließlich zur ECHTEN Tour weitergeht.

Denn hinter dem Dom folgt eine lange Treppe die uns noch sehr viel tiefer nach unten führt. Hier gibt es keine Scheinwerfer mehr und wir sind auf unsere Lampen angewiesen. Eine Stiege hinab in die totale Finsternis! Nach 100 metern abstieg sind wir dann im unteren Teil des Höhlennetzes angekommen, wo an regnerischen Tagen auch das Wasser steht. Ganz unten erwarten uns weitere kleine Räume und viele schlafende Fledermäuse.

Noch immer mit Metallgittern am Boden und Geländern gehts zwischen tiefen Schluchten in der Dunkelheit weiter von Raum zu Raum... Sogar die Geländergriffe sind mit einer dicken, glatten Kalkschicht überzogen vom ganzen Wasser das heruntertropft. Nach einiger Zeit folgen immer engere Passagen und je tiefer wir steigen desto mehr verändert sich auch das Sediment der Steine. Nach einer letzten kleinen Halle mit einem gigantischen Pforpfen von Tropfstein, endet schließlich das Metallgitter und es geht am Höhlenboden weiter.

Hier folgt dann die Schlüsselstelle, der Geisterschacht! Zunächst ein Tunnel mit erdigem Untergrund, dessen Deckenhöhe schnell sinkt. Nach wenigen Metern müssen wir gebückt laufen, dann schon bald auf allen Vieren kriechen - und das mitten in der absoluten Finsternis. Ganz zum Schluss des Tunnels, muss man tatsächlich sich mit den Beinen auf dem Bauch nach vorne Schieben, aber nicht so schlimm, dass man stecken bleiben würde. Am Ende des Schachts, klettern wir über eine Leiter in den nächsten Bereich.

Entlang des Bachlaufs gehts durch einen großen Tunnel noch tiefer hinein. Nach einer weiteren kurzen, engen Passage und paar sehr beindruckenden Räumen mit glitzernden Stalaktiten, erreichen wir das Ortsende von Semriach. Eine lustige Überraschung, ein Orts-Schild hier aufzufinden. An diesem Punkt haben wir gerade eben mal die Hälfte der Höhle bis Peggau durchquert und treffen auf eine entgegenkommende Gruppe. Hinter dem Schild nach ca. 100 metern folgt eine Schlucht in die man nur noch mit Kletterausrüstung am Seil weiterkommt. Genau hier ist dann schluss mit der Tour.

Nach einer Pause kehren wir also wieder um, zurück durch den Geisterschaft und all den vielen Räumen hier unten. Schon toll, jetzt nochmal alles erneut sehen zu können und noch mehr zu genießen. Es folgt wieder die lange Treppe hinauf zurück zum beleuchten großen Dom. In einem weiteren Raum bestaunen wir dann zum Schluss noch den "Riesen", ein gigantischer Stalaktit, der mit 1,5 Millionen Jahren der älteste und größte freihängende Stalaktit der Welt ist! 

 

Lurgrotte besuchen: https://lurgrotte.at

ABENTEUERTOUR:

Preis pro Person: 50,00 Euro
Anmeldung über Kontaktformular, per E-Mail (info@lurgrotte.at) oder telefonisch unter +43 664 34 97 219

Detailbewertungen
Abenteuer 4/5
Fun-Faktor 4/5
Gefahrenpotential 2/5
Preis/Leistung 3/5

Bilder

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