Gipfelrunde im Eisenerz: Zeiritzkampel - Hinkareck - Lahnerleitenspitze

Aufstieg: 1430 hm
Strecke: 18 km
Schwierigkeit: T2
T2 – Bergwandern, deutliche Wegspur, Trittsicherheit empfohlen

Sehr spontan entscheide ich mich für eine kleine Gipfelrunde in den Eisenerzer Alpen. Vom Wanderparkplatz starte ich meine Tour zunächst in Richtung der Kammerlalm. Am Ende der Straße biege ich nach rechts in den Wald ab. Hinter einem Bach mit tollem Blick auf die grünen Berge, irre ich noch durch den dichten Wald. Einem sehr schönen Wald, mit moosbedeckten Böden, alten schönen Bäumen und verträumten Wegen. Immer den Markierungen folgend, steige ich ziemlich steil den Hang im Wald hinauf bis ich oberhalb der Baumgrenze plötzlich die Alm vor mir sehe.

Große Wolken hängen über den Bergen vor mir. Hinter der alm dringe ich nun, dem Bachlauf folgend, tiefer in das Talbecken vor. Dann überquert der Weg den Bachlauf und geht in den Nordwestlichen Hang des Eisenerzer Bergkamms. Langsam gewinne ich an Höhe, auf dem schönen und einsamen Wanderweg der sich den grasigen Hang hinaufschlängelt. Die Aussicht auf den ganzen Bergkamm rechts von mir wird immer toller. Schließlich erreiche ich ganz oben auf dem Bergrücken ein größeres Steintürmchen - ab hier befindet man sich auf dem Grat des Gebirgszuges.

Während rechts sich die Überschreitung deutlich sichtbar fortführt, steige ich nach links zunächst noch weiter bergauf in Richtung des Zeiritzkampels. Auf knappen 2000 Metern ist man schon recht hoch und der doch eher schmalere Pfad wird etwas anspruchsvoller (T3). Leicht ausgesetzt und über etwas Steinfelder hinweg folge ich dem doch schönen Gipfelanstieg weiter bis zum schönen Gipfel des Zeiritzkampels. Durch die Wolkendecke, die direkt am Hang steht, wirkt alles sehr bedrohlich.

Grat zum Zeiritzkampel

Ich kehre über den gleichen Weg wieder um zurück zum Steinturm und folge nun dem Höhenweg weiter nach Westen. Hier gehts zunächst einige Höhenmeter wieder bergab in die Herbergesenke auf unter 1900m und dann wieder sanft dem Bergrückend folgen wieder bergauf. Die Idylle ist hier großartig, die Fernblicke fantastisch - es ist schon ein wirklich schöner Berggrat zum Wandern! Hinter einem Metallkreuz für "F. Schobesberger", beginnt langsam wieder der Gegenanstieg zum nächsten Berggipfel hinauf. 

Letzter Bergaufstieg zum Hinkareck

Gemütlich folge ich dem Weg hinauf. Es folgt noch ein höherer Bergrücken, dem man nun auch gute 150hm noch hinaufsteigen muss. Aber bis zum Hinkareck ist es immer noch weit... Entlang eines weiteren Bergrückens schlängelt sich der Wanderweg noch weiter und bietet bald nach rechts einen sehr schönen Ausblick auf ein hohes Bergplateau mit endlosen Wiesen. Noch ein weiterer Anstieg auf die nächste Anhöhe und ich stehe endlich am Gipfel des Hinkarecks.

Blick nach Norden

Gipfel Hinkareck

Und hier ist auch schon der nächste Gipfel klar zu erkennen! Einfach dem Weg am Grat weiterfolgend, gehts zunächst wieder wenige Höhenmeter bergab und anschließend in den Gegenanstieg zum nächsten Berg. Aber das macht ja nichts, dieser Wanderweg ist malerisch schön und ich genieße die Ruhe und Natur in vollen Zügen! Zunächst finde ich ein winziges Holzkreuz zwischen den Steinen am Gipfel - dem Speikkogel. Dahinter erscheint dann der nächste, sehr grün-bewachsene Berg und auch mein letztes Ziel für diese Tour. 

Der Speikkogel liegt jetzt vor einem

Auch hier wieder ein winziger Abstieg und ein letzter Gegenanstieg hinauf auf den grünen Berg, der Lahnerleitenspitze. Von hier ist der Blick zurück über die lange Bergkette echt wundervoll und ich fühle mich glücklich darüber soweit heute schon gewandert zu sein. Zwischen einigen Latschenkiefern steht der Gipfel dann stolz aufragend vor einem. Jetzt merke ich schon deutlich die Müdigkeit und das Signal, dass es für heute genug ist! Wer wirklich fit ist, kann gerne jetzt noch den nächsten Gipfel dranhängen: den Leobner.

Lahnerletienspitze zum Schluss

Das wäre dann wohl noch der Leobner...

Der Leobner ist schon noch ein ganz eigener Berg und fordert sicher noch gute 400hm und 1 Stunde Aufstieg zusätzlich! Auf diesen gehe ich jetzt auch zu und steige nach Westen durch unzählige Latschenkiefern einige Höhenmeter bis auf 1700m ab über Heiligenbrunn. Dann folge ich dem Abstiegsweg nach Norden weiter durch viel grüne Büsche und einige schöne Bäume an einem kleinen See vorbei und steige ab zur Schafbodenalm. Der Lugauer in der Ferne ragt hier besonders schön und beeindruckend auf!

Lugauer küsst eine Wolke

Immer weiter gehts in den Wald hinein und ich folge dem Abstiegsweg parallel zum Bach bis zu einer Forststraße. Dieser folge ich dann noch etwas weiter bis ich dann wieder auf der Bundesstraße unten ankomme und nur wenige Meter vor dem Parkplatz stehe. Eine schöne lange Tagestour im Eisenerz!

Tourendaten

Aufstieg 1430 hm
Strecke 18 km
Höchster Punkt 2070 m
Ausgangshöhe 990 m
Gehzeit 6h 7min
Schwierigkeit T2ⓘ
T2 – Bergwandern, deutliche Wegspur, Trittsicherheit empfohlen
Höhe 2.000 m+

Ziele dieser Tour

Alle Ziele dieser Tour (5)
Detailbewertungen
Landschaft 4/5
Markierung 4/5
Frequentierung 1/5
Kondition 3/5
Gefahrenpotential 2/5

Bilder

Kommentare

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