Die Tour im Überblick
Vor dem Trek steht eine Vorgeschichte: 2018 war eine Gruppe von Freunden auf dem Annapurna Circuit unterwegs, von Besisahar (700 m) über den Thorong-La-Pass (5416 m) nach Muktinath. Den geplanten Abstecher zum Poon Hill mussten sie wegen Erkältungen und Krankheit ausfallen lassen. Dieses Video holt die Region nach. Wir trekken vier Tage mit dem Guide Milan von Geo Discovery Tours im Annapurna-Gebiet und umgehen dabei die Massen. Der Weg führt von Tikhedhunga über Ulleri und Banthanti auf die Mohare Danda, weiter über einen Höhenweg zum Poon Hill und nach Ghorepani, und zum Schluss zurück nach Tikhedhunga.
Tag 0: Kathmandu – Pokhara – Tikhedhunga
Abholung im Hotel in Kathmandu, Flug nach Pokhara mit Verspätung, mit schöner Aussicht auf das Annapurna-Gebirge. Dann geht es im Jeep quer durch Pokhara und über schlechte Straßen, durch Flussläufe, hinauf nach Tikhedhunga. Der Ort ist erst seit kurzem per Jeep erreichbar, früher führte nur ein Fußweg hinauf, der zum Annapurna Circuit gehört.
Tag 1: Tikhedhunga – Ulleri – Banthanti
Wir durchqueren Tikhedhunga, überqueren zwei Hängebrücken und sehen einen kleinen Wasserfall. Das Tal wurde im Vorjahr von einem Murenabgang getroffen, bei dem es Todesopfer gab. Im Tikhedhunga Guesthouse gibt es Käsenudeln, dann folgt der steile Aufstieg über Steinstufen nach Ulleri. Dort haben wir die ersten 500 Hm geschafft, ein Muli macht dabei Pause. Weiter geht es zu Gästehäusern, Bauernhöfen und kleinen Shops nach Banthanti. Dort übernachten wir im Fishtail View Guesthouse, dem letzten Gästehaus im Ort. Es ist nach dem Machapuchare benannt, den wir wegen Wolken nicht sehen. Das Video nennt für den Tag 350 Hm, was mit den 500 Hm bis Ulleri nicht zusammenpasst (eine der Angaben ist wohl ungenau).
Tag 2: Banthanti – Mohare Danda
Früh am Morgen und nach den nächtlichen Regenschauern mit Restwolken. Wir folgen kurz der Schotterstraße und biegen links auf einen schmalen Pfad ab, mit einer großen Karte. Es geht über viele Treppenstufen hinauf durch dichten Dschungel mit Moos, Zikaden und seltsamen Pflanzen, ganz allein. Nach etwa zwei Stunden machen wir an einer Lodge Pause (Hot Lemon Tea, Hüttenhund). Weiter wechseln sich Wiesen und Dschungel ab, wir passieren die 3000-m-Marke und merken die dünnere Luft. Der Pfad führt an einer Stelle nach dem Nationalvogel Nepals benannt vorbei, dann sehen wir den Vorgipfel mit dem blauen Dach der nächsten Lodge. Dort, auf knapp 3300 m, essen wir zu Mittag (der Name im Transkript lautet „Kckedanda“, unsicher). Den 360°-Aussichtspunkt lassen wir wegen Wolken links liegen und erreichen nach 20 bis 30 Minuten die kleine Siedlung auf der Mohare Danda, wo wir übernachten. Am Abend kommt ein Gewitter, danach klart es auf: Wir sehen Machapuchare, das Annapurna-Massiv und im Hintergrund den Dhaulagiri.
Tag 3: Mohare Danda – Poon Hill – Ghorepani
Nach dem Sonnenaufgang erzählt Milan, dass die Einnahmen der Unterkünfte auf der Mohare Danda zu 100 % an die Gemeinde gehen, die damit vor allem Schulen finanziert. Wir folgen dem Höhenweg mit beeindruckenden Blicken aufs Annapurna-Massiv und kommen an einem kleinen Teehaus mit Aussichtspunkt vorbei. Von dort sehen wir den Dhaulagiri frei und das Kali-Gandaki-Tal, das mit über 5600 m Höhenunterschied als das tiefste Tal der Welt gilt, und das Tal, in dem wir 2018 die Busfahrt am Circuit überlebt haben. Im Wald liegen noch weiße Flecken vom Gewitter. Dann steigen wir über Wiesen zum Poon Hill, mit der Aussichtsplattform und Blick auf Annapurna, Machapuchare und Dhaulagiri. Wir haben kurz nach dem Gipfel den Abstieg nach Ghorepani vor uns, mit vielen Stufen. Wir übernachten im Super View Hotel oberhalb des Ortskerns.
Tag 4: Poon Hill (Sonnenaufgang) – Abstieg nach Tikhedhunga
Früh am Morgen zahlen wir die Gebühr oberhalb von Ghorepani und steigen in etwa 300 Hm ohne Gepäck auf den Poon Hill, bevor die Sonne aufgeht. Dort sind hunderte Menschen, ein krasser Unterschied zur Mohare Danda, wo wir nur mit einer französischen Gruppe waren. Der Sonnenaufgang ist teils wolkig, der Dhaulagiri leuchtet, das Annapurna-Gebirge zeigt sich zeitweise. Nach dem Frühstück im Hotel folgt der lange Abstieg: „Stufen, Stufen, nichts als Stufen“. Wir kommen an Kühen, einem Checkpoint und kleinen Restaurants vorbei, durch Nangethanti, über einen Bach in einer Schlucht und am Fishtail View Guesthouse vorbei hinunter nach Tikhedhunga. Dort endet der Trek. Es geht im Jeep nach Pokhara und mit dem Flug nach Kathmandu.
Unser Fazit
Der Mohare-Danda-Trek ist ein Weg für Menschen, die Ruhe in der Natur suchen und trotzdem auf tolle Aussichten nicht verzichten wollen. Er ist, anders als der überlaufene Poon Hill, kaum begangen.
*Tourenbericht mit KI aus den Videoinhalten zusammengefasst
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